Ein Berlinbesuch wird nie langweilig. Dafür sorgt schon die Stadt selbst, denn Berlin ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Mehr als 700 Jahre, teilweise sehr leidvolle, aber auch von Toleranz und Lebenswillen geprägte Zeiten, machten Berlin zu der Stadt wie man sie heute kennt. Sie ist eine Grand Dame, ein fröhliches kleines Mädchen, ein zickiger Teenager, aber auch lässiger Vamp, geschäftige Businesslady und manchmal einfach nur ein einfältiges liebes Ding. Doch egal wie es einem gerade begegnet, dieses Berlin ist immer authentisch!
Übersicht
Stadt und Region:
Die einen kommen als Tourist, andere bleiben als Neuberliner und prägen so das Stadtbild dieser lebendigen, wachsenden Metropole mit.
Bild:
Geographische Lage
Lage:
Nur 70km von der polnischen Grenze entfernt, als Land und Stadt eingebettet im Land Brandenburg, bildet Berlin zwar nicht den geografischen Mittelpunkt Deutschlands, eigentlich liegt es sogar an den östlichen Rand gedrückt, doch dank ihres unverwechselbaren Charmes, ihrer Lebensfreude und Impulsivität entwickelte sich Berlin in den letzten 20 Jahren immer mehr wieder zu jenem Mittelpunkt positiven Weltinteresses, welches es auch schon in den Jahrhunderten zuvor so oft war.
Geschichte
Überblick über die Geschichte:
„Berlin ist ein Dorf!“, hört man den Berliner sagen und sieht den Berlinbesucher irritiert. Doch so falsch ist die Behauptung gar nicht. Als sich im 12. Jahrhundert die ersten Siedler auf der Spreeinsel im Osten der Stadt niederließen, war genau genommen noch nicht mal von einem Dorf zu reden. Doch hier entstanden zwei Siedlungen, eine als Cölln, die andere Berlin benannt. Urkundliche Erwähnung als Städte fanden die beiden Siedlungen dann bereits 1237 und 1244. Das erste gemeinsame Rathaus folgte 1307. In den folgenden Jahrhunderten wurden neue Stadtbezirke gegründet, aber auch vorhandene umliegende Dörfer eingemeindet. Heute besteht Berlin aus 12 Stadtbezirken und 95 dazugehörigen Ortsteilen. Den Grundstein zu jener großen Toleranz und Multikulti-Mentalität, die ganz typische Charakterzüge dieser Stadt sind, legte der Dreißigjährige Krieg. Friedrich Wilhelm, der „Große Kurfürst“, reagierte bei Amtsübernahme 1640 auf die großen Einwohnerverluste erstmals gezielt mit Imigrationspolitik und religiöser Toleranz. So zogen bald die ersten jüdischen Familien nach Berlin, gefolgt von französischen Hugenotten, Einwanderern aus Böhmen, Salzburg und Polen. Bekannter als der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm ist jedoch sein Sohn Friedrich I., Friedrich der Große, bekannt. Auch wenn nicht gerade „jrün“ mit seinem Vater, setzte er dennoch die Toleranzpolitik fort. „Jeder nach seiner Fasson.“, mit diesem Satz begegnen heute noch die Berliner auch dem ungewöhnlichstem Lebensstil achselzuckend und folgen damit immer noch dem Alten Fritzen: “In meinem Staat soll jeder nach seiner Fasson selig werden!“. In den dunklen Jahren des Nationalsozialismus wurden diese Werte vom Tisch gefegt. Auch die folgenden Jahre waren nicht unbedingt von weltpolitischer Toleranz geprägt, was sich für Berlin ganz speziell in einer 40 Jahre langen Tragödie der Stadtspaltung in Ost und West widerspiegelte.
Sehenswürdigkeiten
Was sollte man sehen?:
Alte historische Zentren, kulturelle Begegnungsstätten, traditionelle und neue Shoppingzentren, Ruheoasen und turbulentes Nachtleben ziehen Menschen aus aller Welt und jeden Alters nach Berlin. Im Ägyptischen Museum begegnet man der schönen Nofretete, auf der Museumsinsel kann man über die antiken Stufen des Pergamon-Altars schreiten und in einem der exzellenten Restaurants des Gendarmenmarktes kann man sich vor der Besichtigung des Berliner und Französischen Doms stärken. Zum Nachtisch geht’s ins KDW am Kurfürstendamm, da probiert man schon mal kandierte Ameisen oder schlendert einfach an der Gedächtniskirche vorbei, rüber zum Zoologischen Garten. Im Irish-Pup des Europacenters erfrischt ein kühles Kilkenny und wer es verrückt mag, den zieht es ins „Klo“ in der Leibnitzstrasse. Wer mal einen Tag Ruhe wünscht, macht Picknick in einem der vielen Stadtparks, lässt es sich bei einer Dampferfahrt auf der Spree gut gehen oder fährt auf einen Kaffee raus ins grüne Köpenick. Das modernste wirtschaftliche, aber kulturelle Zentrum der Stadt ist der Potsdamer Platz. Restaurants, Clubs, Kino, Shoppinggelegenheiten erwarten hier die Besucher.